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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Fortschreitende Augenkrankheit, die sich stoppen lässt!

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung des Auges, die zum Verlust der Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens (Makula) führt. Die Zellen im Zentrum des Auges verlieren allmählich die Funktion. Das Sehen in der Peripherie (seitliches Sehen) bleibt jedoch erhalten. Dabei kann es zur Verminderung der Sehschärfe bis zur völligen Blindheit führen.

Bei einer altersbedingten Makuladegeneration wird üblicherweise das Lesen und das Erkennen von Gesichtern erschwert. Die Fortschreitung der Makuladegeneration kann mit bestimmten Medikamenten und mit Injektionen gebremst werden. In der westlichen Welt zählt die altersbedingte Makuladegeneration zur häufigsten Ursache für schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50. Es gibt aber auch andere Formen, die seltener sind und früher entstehen. Wie der Name sagt, tritt diese Erkrankung in der zweiten Lebenshälfte auf. Altersbedingte Makuladegeneration kommt in zwei Formen vor: Der trockenen und der feuchten Form. Die Ursache der Erkrankung, die vorwiegend in den industrialisierten Ländern auftritt, ist noch weitgehend unbekannt. Mögliche Risikofaktoren können sein: Genetische Faktoren, Bluthochdruck, Rauchen, Vitamin- & mineralienarme Ernährung, Umweltfaktoren wie UV-Licht etc.


Risikofaktoren

  • Über 60 Jahre alt
  • Familiäre Vorbelastung (Disposition)
  • Rauchen
  • UV-Strahlung (starkes Sonnenlicht)
  • Einseitige Ernährung und Übergewicht
  • Helle Haut und blaue Augen
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Weibliches Geschlecht
  • Erhöhte Homoysteinwerte

Warnzeichen

  • Verzerrtes, welliges Sehen (gerade Linien erscheinen krumm) (siehe Test unten)
  • Grauer oder schwarzer Fleck in der Mitte des Sichtfeldes
  • Schwierigkeiten beim Lesen
  • Probleme beim Erkennen von Gesichtern

Formen der Makuladegeneration

Die trockene Form ist die häufigste Form der Makuladegeneration (ca. 80% der Fälle). Sie entsteht durch eine Störung im Abbau von Stoffwechselprodukten, die sich unter der Netzhaut anhäufen. Der Augenarzt erkennt sie an den gelblichen Ablagerungen (Drusen) auf der Netzhaut. Sie verursacht eine unterschiedlich starke Sehbehinderung. Die trockene Form hat meist einen langsamen Verlauf und kann nicht behandelt werden. In gewissen Fällen kann sie sich zu einer feuchten Form entwickeln.
Die feuchte Form der Makuladegeneration kommt hingegen weniger häufig vor (nur in 20% der Fälle), führt aber öfters schneller zu einer schweren Sehbehinderung. Charakteristisch für die feuchte Form ist die Bildung von neuen, sich rasch bildenden Blutgefässen, die in die Makula hineinwachsen. Aus diesen unnatürlichen, feinen Gefässen fliesst eiweisshaltige Flüssigkeit und oft auch Blut.

Wird die Krankheit nicht behandelt, können sich Narben bilden, welche zu schwerer Sehbehinderung führen. Der Verlauf der feuchten Form kann sehr schnell sein, so dass schon nach wenigen Wochen ein gravierender Sehverlust entsteht. Früherkennung von altersbedingter Makuladegeneration ist wichtig, da ein einmal eingetretener Sehverlust in der Regel nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Daher ist ein regelmässiger Besuch beim Augenarzt (alle zwei Jahre) von grosser Wichtigkeit, da eventuelle Behandlung- und Rehabilitationsmassnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können und über Dienstleistungen und Hilfsmittel informiert werden kann.


Symptome einer Makuladegeneration

Charakteristisch ist bei der beginnenden Makuladegeneration, speziell der feuchten Form, das Verzerrtsehen oder Krummsehen von Buchstaben oder geraden Linien, eventuell auch das Fehlen von Buchstaben in einem Wort oder ein zentraler Ausfall auf einem Bild. Für die Betroffenen entsteht der Eindruck: «Überall wo ich genau hinschaue, sehe ich nichts».


Erkennung einer feuchter Makuladegeneration

Das Amsler-Gitter ist eine Grafik, mit welcher die Anzeichen einer feuchten (exsudativen) Makuladegeneration erkannt werden können. Dieser einfache Sehtest warnt Sie vor allen Veränderungen, die auf eine Makuladegeneration oder eine Verschlimmerung des Leitens hinweisen. Als erstes Zeichen der Makuladegeneration können die Linien wellig, gebrochen oder verzerrt erscheinen. Manchmal sind die Linien verschwommen oder fehlen ganz. Das Amsler-Gitter hilft Ihnen, solche Veränderungen frühzeitig zu entdecken. Bemerken Sie irgendeines dieser Zeichen, konsultieren Sie bitte sofort Ihren Augenarzt. Denken Sie aber daran, dass die Verwendung des Amsler-Gitters die regelmässige Augenuntersuchung nicht ersetzen kann.

So wird der Test durchgeführt:

1. Bedecken Sie das eine Auge
2. Fixieren Sie mit dem anderen Auge den zentralen Punkt auf dem Gitter
3. Achten Sie auf Unregelmässigkeiten:

  • Sind die Linien gerade?
  • Haben alle Quadrate die gleiche Grösse?
  • Sehen Sie alle 4 Ecken?
  • Sind leere, verzerrte, verschwommene Stellen sichtbar?
  • Sind gewellte Linien sichtbar?

4. Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.

Falls die obig beschriebenen Unregelmässigkeiten zutreffen, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt!


Behandlungsmethoden der feuchten Makuladegeneration

Bei Ihnen wurde festgestellt, dass sich im Bereich der zentralen Netzhaut ein krankhaftes Gefäss gebildet hat, dass Flüssigkeit freisetzt. Diese Veränderung kann ohne adäquate Behandlung die Lesefähigkeit dauerhaft bedrohen und das Sehen weiter verschlechtern. Bis anhin gab es für die feuchte Form der altersbedingten Makuladegeneration, und speziell wenn die neuen Blutgefässe genau im Zentrum der Makula auftreten, keine Behandlung. In seltenen Fällen (5 bis 10% der Fälle) konnten mit einem heissen Laser die Blutgefässe verödet werden. Heute aber gibt es Hoffnung für die jährlich rund 800 neuen AMD-Patienten in der Schweiz, die unter der feuchten Form der Erkrankung leiden.

Um das krankhafte Gefäss zu stoppen und die Flüssigkeit in und unter der Netzhaut zu verringern, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:


Injektion von Lucentis®, Avastin® oder Eylea® in das Auge

Die Injektion eines Wirkstoffs in das Auge, genauer in den Glaskörper, der den Augapfel innen ausfüllt, wird auch als intravitreale Injektion bezeichnet. Der Wirkstoff soll einen Faktor hemmen, der für undichte Gefässe und Gefässwachstum verantwortlichgemacht wird (VEGF).

Gibt es Nebenwirkungen bei der Injektion?

Die Injektion ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden, da die Oberfläche vorher mit Tropfen örtlich betäubt wurde. Während harmlose Unterblutungen der Bindehaut gelegentlich beobachtet werden, treten schwere Komplikationen wie Blutungen im Auge, Netzhautablösungen, Reizzustände, Gefässverschlüsse oder Verletzungen der Linse im Rahmen der Injektion extrem selten auf.

Kurzfristige Erhöhungen des Augendrucks erfordern nur selten weitere Massnahmen. Liegen Abhebungen des Pigmentepithels vor, kann es selten zu Einrissen dieser Schicht kommen. Dadurch kann sich eine Sehverschlechterung oder stärkere Blutung ergeben.

Insbesondere sehr seltene Infektionen stellen eine Bedrohung der Sehkraft (Risiko der Erblindung) dar. Um eine bleibende Beeinträchtigung oder den Verlust des Auges zu verhindern, ist es wichtig, dass Sie sich für den Fall entsprechender Beschwerden nach der Injektion umgehend bei einem Augenarzt vorstellen:

  • Rötung des Auges
  • Schmerzen
  • Abfall des Sehvermögens

Bitte machen Sie uns noch einmal darauf aufmerksam, wenn eine Allergie bei Ihnen bekannt sein sollte! Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Betäubungsmittel bestehen. Wegen seltener kardiovaskulärer Ereignisse sind wir auf Ihre sorgfältigen Angaben angewiesen, um das Risiko zu besprechen!

Wie ist die Wirkung?

Mit Lucentis®, Avastin® oder Eylea® wurde in Studien im Mittel eine Sehverbesserung (1-2 Zeilen) über 2 Jahre erreicht. Ausgeprägte Verschlechterungen traten deutlich seltener als im unbehandelten Spontanverlauf auf. Weniger als 10% der Behandelten erlitten eine deutliche Verschlechterung, 60% erreichten eine Stabilisierung des Sehvermögens. Ca. 30% hatten eine deutliche Sehverbesserung (Anstieg um 3 Zeilen). Dies war jedoch nur mit häufigen Behandlungen (ca. 8 im ersten Jahr) und regelmässigen Kontrolluntersuchungen alle 4 Wochen möglich.

Verhaltensregeln nach der Injektion

Sie dürfen in den ersten 24 Stunden nach der Operation kein Kraftfahrzeug oder Zweirad steuern, keine gefährlichen Tätigkeiten ausführen (z.B. Arbeiten an gefährlichen Maschinen oder ohne festen Halt). Sie sollten zunächst auf das Tragen von Kontaktlinsen und auf das Schminken der Augen verzichten und nicht am Auge reiben.

Wichtiger Hinweis!

Die Originalpräparate Lucentis® und Eylea® werden uns erst nach positiver Kostengutsprache der Krankenkasse vergütet. Die Kosten werden nicht immer und nicht von jeder Krankenkasse getragen. Seit Kurzem können wir das off-label Medikament Avastin® anbieten, das praktisch die gleiche Wirkung wie Lucentis® bzw. Eylea® entfaltet, jedoch deutlich günstiger ist. Falls Sie die Injektion von Avastin® wünschen (Preis CHF 110 pro Injektion), muss der Betrag vor der jeweiligen Behandlung im Voraus bar an uns bezahlt werden. Sie können den Betrag von den Steuern kostenwirksam abziehen. Allenfalls zahlt Ihnen aber auch Ihre Krankenkasse einen Teilbetrag.


Die Photodynamische Therapie (PDT) (selten)

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist überholt und wir führen diese Methode in unserer Klinik nur noch selten durch. Im Rahmen der PDT soll das Gefäss mit einem lichtsensitiven Farbstoff (Visudyne®) verschlossen werden, der über Laserlicht aktiviert wird. Die Therapie kommt vor allem für Sonderformen der Erkrankung in Frage (Choroidale Polypoidale Vasculopathie) und dient eher einer Stabilisierung als Verbesserung der Sehkraft. Bei oder nach der Infusion kann es an der Infusionsstelle zu Schmerzen kommen, selten sind Überempfindlichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl und Blutdruckabfall. Mögliche Nebenwirkungen können vorübergehend reduziertes Sehvermögen und Blutungen im Auge sein.

Die Photodynamische Therapie mit Verteporfin (Visudyne®) ist in der Schweiz vom Gesundheitsamt zugelassen worden. Eine in über 22 Zentren in Europa (davon 2 in der Schweiz) und in den USA angelegte wissenschaftliche Studie, die total 2 Jahre dauerte, hat sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Resultate nach einem Jahr wurden bereits publiziert. In der Studie wurden über 400 Patienten behandelt. Seit Dezember 1999 ist das Produkt Visudyne® (Verteporfin) für die photodynamische Therapie von der Interkantonalen Kotrollstelle für Heilmittel (IKS) registriert.

Sie sollten sich mit Ihrer Versicherung in Verbindung setzen und in Erfahrung bringen, ob diese bereit ist, die Kosten für die Photodynamische Therapie mit Verteporfin (Visudyne®) zu übernehmen. Sie sind nicht verpflichtet, sich dieser Therapie zu unterziehen. Sollten Sie sich nicht für diese Therapieform entscheiden, können wir, wenn Sie dies wünschen, dennoch mit der Kontrolle Ihrer Fortschritte fortfahren, wie das in unserer Klinik üblich ist. Wenn Sie sich für die photodynamische Therapie mit Verteporfin (Visudyne®) entscheiden, kann diese Behandlung jederzeit abgebrochen werden.

Behandlung

Vor der Behandlung wird die Pupille mit Augentropfen erweitert und das Auge unempfindlich gemacht. Es folgt eine intravenöse Injektion der Visudyne®-Lösung, einer mit Licht aktivierbaren Wirksubstanz, welche über die Blutbahn in das Auge gelangt. Dort lagert es sich vorwiegend in den neuen Blutgefässen ab, was nach einigen Minuten der Fall ist. Darauf erfolgt die Aktivierung der Wirksubstanz mit einem speziellen Laserlicht. Wenn das Medikament durch das Licht des Lasers aktiviert ist, verschliesst es diese Blutgefässe, ohne die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut zu zerstören. So wird der schädliche Austritt von Blut und Flüssigkeit in die Netzhaut gestoppt und das Sehvermögen wird stabilisiert; in einigen Fällen sogar verbessert.
Die erste Kontrolle nach der Behandlung erfolgt nach ca. 3 Monaten. Es ist durchaus möglich, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder neue Blutgefässe bilden und die Therapie wiederholt werden muss.

Verhaltensregeln nach der Behandlung

Mit einer erweiterten Pupille dürfen Sie nach der Behandlung kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen. Nach der PDT werden Ihre Haut und Ihre Augen stark lichtempfindlich. Um ernste Reaktionen, ähnlich einem schweren Sonnenbrand, zu vermeiden, ist es erforderlich, dass Sie Ihre Augen und Haut 1-2 Tage vor Sonnenbestrahlung und Innenbeleuchtung schützen. Wenn Sie sich im Freien aufhalten, sollten Sie entsprechende Kleidung und eine dunkle Sonnenbrille tragen. Darüber hinaus sollten Sie sich auch keinem starken künstlichen Licht aussetzen (Solarium, OP-Lampe).

Mögliche Risiken

Ernsthafte Nebenwirkungen sind mit dieser Therapie bislang kaum aufgetreten. Während den ersten 48 Stunden nach der Anwendung des Produktes besteht eine grosse Lichtempfindlichkeit. In dieser Zeit muss die direkte Sonnenbestrahlung und sehr helles Licht vermieden werden. Die Augen müssen bei Aufenthalt im Tageslicht mit einer dunklen, abschliessenden Sonnenbrille geschützt werden. Eine geringe Anzahl von Patienten litten unter Rückenschmerzen und/oder verspürten während der Injektion Übelkeit. Bei Beendigung der Injektion verschwanden diese Erscheinungen. Weitere, mögliche Begleiterscheinungen sind verringertes Sehvermögen (wenn zufällig auch gesunde Blutgefässe verschlossen werden), Blutungen im Auge, abnormes Sehen sowie Schmerzen und Rötungen des Auges. Einige dieser Erscheinungen können von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) selbst verursacht sein. Bei einigen Patienten konnten auch Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Benommenheit und Blutdruckabfall beobachtet werden.


Vorgehen bei Verdacht auf eine feuchte AMD-Erkrankung

Vereinbaren Sie umgehend einen Termin bei Ihrem Augenarzt! Wenn Verdacht auf feuchte AMD besteht, sollte Ihr Arzt Sie eines der Zentren überweisen, die mittels einer Fluorescein-Angiographie feststellen können, ob Ihre Form der AMD mit der photodynamischen Therapie behandelt werden kann. Eine Früherkennung der AMD, insbesondere der feuchten Form ist von äusserster Wichtigkeit. Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto mehr kann von der Sehschärfe erhalten werden.


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